Florian Graf
Well, Come
Im Rahmen der jährlichen Kunstausstellung der Fondation de l’Abbatiale de Bellelay installiert sich Florian Graf (geb. 1980 in Basel) in der Abteikirche von Bellelay.
Im zum Atelier umfunktionierten Kirchenschiff erschafft er ein geometrisches Gebilde, das sich in den Raum ergiesst, und die verschiedenen Elemente der barocken Architektur dieses Ortes unterstreicht und destabilisiert. Diese gewaltige Skulptur steht gleichzeitig für Glauben und Zweifel, Aufstieg und Fall, Aufbau und Zerstörung. Wie eine unwägbare Architektur, ein Capriccio, verwandelt sie sich in eine bewohnbare Einheit.
Der ganze Chor der Abtei wird so zum Zuhause des Kunst schaffenden Eindringlings. Ort des Lebens, des Mahls, des Einklangs, der geselligen Gemütlichkeit, des Einrichtens. Ort der Erholung, der Gewohnheit, der Meditation, der Bilder und der Erinnerungen. Ort der Läuterung, der Selbstbesinnung, der Leere und der Fülle.
Florian Graf lädt den ganzen Sommer hindurch in seine Ausstellung. Er bemächtigt sich der historischen Stätte von Bellelay und schafft dadurch ein (er)lebbares Monument.
Anlässlich dieser Ausstellung erscheint bei édition clandestin eine zweisprachige Publikation (f/d) mit Bildern der Installation.

